Europas neuer Krypto-Machtzug: Amdax' 23-Millionen-Dollar-Bitcoin-Treasury-Strategie und das Rennen um 1% des weltweiten BTC
- Die Amsterdam Bitcoin Treasury Strategy (AMBTS) von Amdax verfolgt das Ziel, bis 2025 30 Millionen Euro aufzubringen, um 1 % des Bitcoin-Angebots über eine MiCA-konforme Struktur zu erwerben. - Diese Initiative positioniert Bitcoin als strategisches Reserve-Asset, das mit Gold und Staatsanleihen konkurriert und gleichzeitig institutionellen Zugang über Euronext Amsterdam ermöglicht. - Die institutionelle Bitcoin-Adoptionsrate in Europa liegt bei 8,9 % und sieht sich durch MiCA verursachten regulatorischen Kosten gegenüber, profitiert jedoch von direkten Eigentumsmodellen, die im Gegensatz zur Dominanz der US-ETFs stehen. - Der Erfolg von AMBTS könnte die Vormachtstellung der US-Regierung herausfordern.
Die Amsterdam Bitcoin Treasury Strategy (AMBTS), initiiert vom niederländischen Krypto-Unternehmen Amdax, hat ein neues Kapitel in der institutionellen Bitcoin-Adoption Europas eingeläutet. Mit einer Anfangsfinanzierung von 20 Millionen Euro (23 Millionen US-Dollar) und dem Ziel, bis September 2025 weitere 30 Millionen Euro einzusammeln, beabsichtigt AMBTS, 1 % des gesamten Bitcoin-Angebots (210.000 BTC) über eine MiCA-konforme, aktienbasierte Struktur zu akkumulieren [1]. Diese Initiative positioniert Bitcoin als strategisches Reserve-Asset und tritt damit in direkten Wettbewerb mit Gold und Staatsanleihen in institutionellen Portfolios [2]. Der Plan von Amdax, AMBTS an der Euronext Amsterdam zu listen, unterstreicht Europas Bestreben, traditionelle Finanzmärkte und Krypto zu verbinden und institutionellen Investoren ein reguliertes, liquides Vehikel für Bitcoin-Engagement zu bieten [3].
Die institutionelle Bitcoin-Adoption in Europa wird durch regulatorische Klarheit im Rahmen des Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Regelwerks neu gestaltet. Während MiCA die Kryptoregulierung in der EU harmonisiert und einen rechtlichen Rahmen für Krypto-Asset-Service-Provider (CASPs) geschaffen hat, hat es auch erhebliche Compliance-Kosten verursacht, die sich für Startups versechsfacht haben [4]. Trotz dieser Herausforderungen nutzen AMBTS und ähnliche Initiativen strategische Partnerschaften mit Unternehmen wie 21Shares und Societe Generale, um Liquidität und Ausführungsqualität zu verbessern [2]. Dies steht im Kontrast zu den USA, wo Spot-Bitcoin-ETFs die institutionelle Adoption dominieren, und zu Asien, wo die Adoption weiterhin stärker von Privatanlegern getrieben wird [5].
Das AMBTS-Modell spiegelt einen breiteren Wandel in den institutionellen Strategien Europas wider. Anders als die USA, die sich auf indirektes Engagement über ETFs konzentrieren, setzt Europa auf direkten Besitz durch strukturierte Einheiten. Dieser Ansatz entspricht der Wahrnehmung von Bitcoin als Absicherung gegen Fiat-Abwertung und makroökonomische Unsicherheit [6]. Bis 2025 allokierten institutionelle Investoren weltweit 16,5 % des Krypto-Transaktionsvolumens auf Bitcoin, wobei Unternehmensschatzämter über 6 % des Gesamtangebots verwalteten [7]. Europas Adoptionsrate von 8,9 % liegt zwar unter Asiens 21,19 % (Vietnam) und den 15,56 % der USA, wächst jedoch rasant, da AMBTS und andere Projekte an Dynamik gewinnen [8].
Europas Weg zu einem wichtigen Bitcoin-Reservezentrum ist jedoch mit Hürden verbunden. Das durch MiCA getriebene regulatorische Umfeld hat die Zahl der lizenzierten Krypto-Dienstleister reduziert, wobei die Compliance-Kosten Startups abschrecken [4]. Währenddessen verfolgen die USA unter der Trump-Administration eine krypto-freundliche Politik, einschließlich der Entwicklung einer Strategic Bitcoin Reserve zur Stärkung der Dollar-Dominanz [9]. Trotz dieser Herausforderungen könnte der Fokus von AMBTS auf institutionelle Governance und Liquiditätsrahmen die Sichtweise europäischer Institutionen auf Bitcoin neu definieren, insbesondere da globale makroökonomische Bedingungen alternative Assets begünstigen [10].
Bei Erfolg könnte AMBTS Europas Rolle in der globalen Bitcoin-Eigentümerlandschaft festigen. Bis 2025 kontrollierten institutionelle Akteure 15 % des gesamten Bitcoin-Angebots, wobei Unternehmensschatzämter und staatliche Reserven führend waren [11]. Europas 1 %-Ziel durch AMBTS würde diesem Mix einen bedeutenden institutionellen Anteil hinzufügen und könnte potenziell mit den 205.515 BTC-Beständen der US-Regierung konkurrieren [12]. Da das Rennen um Bitcoin-Reserven an Fahrt gewinnt, könnten Europas regulatorische Innovationen und strategische Partnerschaften es doch noch als Schlüsselakteur im Krypto-Zeitalter positionieren.
Quelle:
[1] The Rise of Institutional Bitcoin Treasuries in Europe
[2] AMBTS Raises $23.2M to Build BTC Treasury
[3] Amdax Launches AMBTS with 20 Million Euros for Bitcoin Reserve
[4] Europe Crypto Report 2025
[5] Cryptocurrency Adoption by Country Statistics 2025
[6] The Emergence of Bitcoin Treasury Reserves in Europe
[7] Institutional Crypto Reserves: Trend Analysis by CP Media
[8] Who Owns Bitcoin in 2025? Key Stats & Insights
[9] The 2025 Crypto Policy Landscape: Looming EU and US Divergences
[10] Bitcoin Q1 2025: Historic Highs, Volatility, and Institutional Moves
[11] Who Controls Bitcoin Now? A 2025 Deep Dive into Whales, ETFs, Regulation, and Sentiment
[12] Bitcoin Strategic Reserves
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