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Alliance DAO sagt, dass es keine L1s shorten wird, bezeichnet sie aber als Wetten von geringer Qualität.

Alliance DAO sagt, dass es keine L1s shorten wird, bezeichnet sie aber als Wetten von geringer Qualität.

CoinEditionCoinEdition2025/11/30 17:48
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Von:Abdulkarim Abdulwahab

Qiao Wang von Alliance DAO bezweifelt den langfristigen Wert von L1-Tokens und führt dies auf das Fehlen eines starken Wettbewerbsvorteils zurück. Er betrachtet L1-Tokens als „Wetten von geringer Qualität“, glaubt jedoch nicht, dass sie generell schlechte Investitionen sind. Wang schlägt vor, dass die Anwendungsebene sicherere Anlagemöglichkeiten mit stärkerem Wertzuwachs bietet.

  • Qiao Wang von Alliance DAO zweifelt am langfristigen Wert von L1-Token und verweist auf das Fehlen eines starken Schutzwalls.
  • Er betrachtet L1-Token als „Wetten von geringer Qualität“, glaubt jedoch nicht, dass sie insgesamt schlechte Investitionen sind.
  • Wang schlägt vor, dass die Anwendungsschicht sicherere Investitionsmöglichkeiten mit stärkerer Wertabschöpfung bietet.

Die Debatte über den Wert von Layer-1-Blockchains entflammte in dieser Woche erneut. Alliance DAO-Mitbegründer Qiao Wang sagte, dass die meisten L1-Token keine dauerhaften Stärken besitzen. Gleichzeitig veröffentlichte Haseeb Qureshi von Dragonfly einen langen Essay, in dem er argumentiert, dass Smart-Contract-Chains langfristigen Wert behalten werden. 

Ihr Austausch zeigt eine Spaltung zwischen Investoren, die optimistisch auf das Wachstum von Krypto blicken, und jenen, die glauben, dass der Hype die Fundamentaldaten übersteigt.

L1s haben „keinen Schutzwall“ und werden zu Commodities

Qiao Wang antwortete auf Qureshis Essay, indem er erklärte, warum es ihm schwerfällt, L1-Token langfristig zu halten. Sein Problem sind nicht traditionelle Bewertungsmetriken, sondern vielmehr seine Überzeugung, dass L1s keinen starken „Schutzwall“ besitzen.

Wang argumentiert, dass Nutzer problemlos zwischen Chains wechseln können, Entwickler ihre Apps ohne große Mühe neu bereitstellen können und das Erstellen einer neuen Blockchain mittlerweile recht einfach ist. Aus diesem Grund sieht er L1s als weitgehend austauschbar und nicht als verteidigungsfähige Plattformen.

Er verglich dies mit Amazon Web Services, wo hohe Wechselkosten und tiefe Integration einen starken Schutzwall schaffen, der für Wettbewerber schwer zu kopieren ist. Blockchains hingegen verfügen nicht über eine solche Bindung.

Wangs Fazit ist nicht, dass L1s schlechte Investitionen sind, sondern dass sie „7/10“ in einem Markt sind, der „9/10“ bietet. Er würde sie nicht shorten, sieht sie aber nicht als Top-Picks für die langfristige Anlage.

Er glaubt, dass der beste Weg für Chains, einen echten Schutzwall aufzubauen, darin besteht, sich zu „vertikalisieren“ – also sowohl die Blockchain- als auch die Anwendungsschicht zu besitzen. Solana, Base, Hyperliquid und neuere Unternehmens-Chains wie Tempo bewegen sich seiner Ansicht nach bereits in diese Richtung.

„Krypto ist ein exponentieller, kein linearer Markt“

Bemerkenswert ist, dass Qureshis Beitrag eine wachsende Spaltung in der Wahrnehmung von L1-Blockchains hervorhob. In seinem Essay „In Defense of Exponentials“ argumentierte er, dass der Markt gegenüber L1-Bewertungen genau in dem Moment zynisch geworden ist, in dem er langfristig denken sollte.

Er sagte, Crypto Twitter habe sich vom finanziellen Nihilismus („nichts davon ist etwas wert“) zum finanziellen Zynismus („alles ist massiv überbewertet“) entwickelt, insbesondere bei neuen Chains wie Monad, MegaETH, Hyperliquid L1 und Tempo. Er stellte fest, dass der Widerstand gegen neue L1s stärker ist als je zuvor.

Qureshi argumentierte, dass diese Haltung das große Ganze ignoriert: Allgemeine Blockchains wachsen tendenziell exponentiell, ähnlich wie der frühe E-Commerce. Er verglich die heutigen Zweifel an ETH und SOL mit der Skepsis, der Amazon jahrelang ausgesetzt war, bevor das Unternehmen sich bewährte.

Er sagte, dass die Verwendung von Bewertungsmetriken wie KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) einen Mangel an Vorstellungskraft zeigt. Die Einnahmen von L1s erscheinen heute nur deshalb gering, weil der Bereich noch früh und volatil ist. Wenn Krypto-Infrastrukturen irgendwann auch nur einen kleinen Anteil der globalen Kapitalströme abwickeln, würde allein die schiere Größe hohe Bewertungen rechtfertigen.

Ein Markt: Qualität vs. Exponentialität

Obwohl Wang und Qureshi unterschiedlicher Meinung waren, beleuchteten sie im Grunde zwei Seiten derselben Medaille. Wang betrachtet die Dinge aus der Perspektive eines Investors: Er möchte Token mit starken Schutzwällen, klarer Wertabschöpfung und stabiler langfristiger Ökonomie. Aus dieser Sicht wirken viele L1s überfüllt, fragil und leicht zu verdrängen.

Qureshi hingegen betrachtet das System als Ganzes: Krypto steht noch am Anfang, und L1s sind das Fundament eines globalen finanziellen Wandels. Kurzfristige Schwächen ändern nichts an ihrem langfristigen Potenzial.

Verwandt: Google wird eine eigene Layer 1 Blockchain für Zahlungen starten und nimmt Ripple, Stripe und Circle ins Visier

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